Der RSS Feed und seine Gefahr

Immer wieder kommen die Fragen nach dem RSS Feed auf. Bringt ein RSS Feed überhaupt noch etwas? – Wenn ja, wie viel bringt mir der RSS Feed? Aber leider werden die Gefahren, die von einem RSS Feed ausgehen viel zu selten bedacht. – Zu unrecht, denn die Gefahr, die von einem RSS Feed ausgeht ist unheimlich groß.

Wer seinen RSS Feed auf anderen seiten in voller Länge (nicht gekürzter Version) zur Verfügung stellt, läuft die Gefahr Duplicate Content (DC) auf seiner Website oder seinem Blog zur Verfügung zu stellen. Nein, er läuft nicht nur die Gefahr, sonder er hält in der Tat Duplicate Content bereit und macht diesen der Öffentlichkeit zugänglich.

Bei den Suchmaschinen ist DC alles andere als beliebt, denn Suchmaschinen mögen individuelle Seiten und nicht Kopien von anderen Seiten. Dies wird auf jeden Fall nicht zu einer Verbesserung im Ranking führen, genau das Gegenteil dürfte der Fall sein.

Wer trotzdem seinen RSS Feed bereitstellen möchte und diesen auch in RSS Verzeichnissen angibt, sollte stets darauf achten, dass er nur eine gekürzte Version zur Verfügung stellt, so dass der Leser auf die eigene Seite klicken muss, sofern er den Artikel komplett lesen möchte.

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21 Responses to Der RSS Feed und seine Gefahr

  1. Vielen Dank für den Hinweis, ich werde mir das Ganze für meinen privaten Blog einmal genauer ansehen, denn ansich habe ich auch nicht-SEO Gründen interesse daran meinen RSS Leuten zur Verfügung zu stellen, bzw. meinen Blog interessanter zu machen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch keine Dinge machen, die den Blog SEO-technisch schaden. Vielen Dank also :)

  2. Kann ich leider nur bestätigen. Mir rennt etwa alle 3 Monate einmal ein Autoblogger in die Arme, der meint meinen RSS-Feed auf seinem Blog posten zu müssen. Irgendwie vergessen aber die meisten, dann die Pingbacks und Trackbacks zu deaktivieren. Biete meinen Feed seitdem auch nur noch gekürzt an, denn die Links aus den RSS-Verzeichnissen will ich auch nur ungerne missen.

    • Harald says:

      Ich für meinen Teil finde es echt schade, wenn ich verkürzte RSS feeds in meinem Reader sehe. Dann muss ich trotzdem die homepage besuchen und gerade das wollte ich vermeiden.

  3. Guenter says:

    mmh, eigentlich ist es ein Unding, dass DC für die Suchmaschinen immer noch ein Problem darstellt. Es sollte doch nicht schwer sein, einen Algorithmus zu erstellen, der zuverlässig erkennt, zu welcher Webseite der Content gehört und welche Webseiten diesen Content in Form von Feeds einbinden. Mittlerweile kommt es auch immer häufiger vor, dass Blogs erstellt werden, die willkürlich mit Content anderer Webseiten gefüllt werden, um dann eine Plattform für AdSense zu haben. Da sollten die Suchmaschinen ebenfalls einen Algorithmus entwickeln, damit solche Blog erst gar nicht indexiert werden. Selbst gegen DC vorzugehen, ist ein Kampf gegen Windmühlen…

  4. Maria says:

    Das kann ich bestätigen. Ich habe eine Zeit lang auf einer Website, die sich mit Kultur beschäftigte, Feed einer Kulturredaktion integriert, weil ich gelesen hatte, dass das meiner Site zugute kommen würde. Tatsächlich hat es mein Ranking nicht verbessert und mehr Leser habe ich auch nicht bekommen. Dabei gibt es kommerzielle Angebote von Agenturen, die Website-Betreibern Feeds sogar verkaufen, damit die Site an Qualität gewänne. So macht man mit dem Unwissen der Leute noch Geld.

  5. Thorsten says:

    Danke für den Artikel. Diese Sicht ist sehr interessant.

    Gruß
    Thorsten

  6. Maik says:

    RSS-WAS? Prinzipiell war ich noch nie Fan von den Feeds. Im heutigen Zeitalter stelle ich so noch mehr in Frage. Wer damit dann auch noch Duplicate Content produziert, hat neben einem unnützen Feature auch noch Probleme mit dem Ranking. Also lass ich es direkt ;) Es geht auch ohne…

  7. Laufschuhe says:

    Ich glaube das Problem ist nicht nur rein SEO-technischer Natur. Wenn du echten Lesern den vollen Artikel als RSS zur Verfügung stellen, dann kommen diese nicht auf deine Seite und deine PI sinken. Lieber anteasern und die Leser auf die Homepage holen.

  8. Sarah says:

    Vielen Dank für den Tipp. Muss ich direkt mal meinen Webmaster anhauen, was der da fabriziert hat, weil ich glaube das ist bei mir nicht gekürzt.

  9. Michael says:

    Unabhängig davon, dass man auf solchen Seiten sicher nur eine gekürzte Version anbieten sollte, ist Google sicherlich “klug” genug, einen RSS-Feed auf einer solchen Seite als “Duplikat” zu erkennen. Spätestens an den Links, die dann auf die eigene (Original) Seite führen.

    Meine Meinung…

    • admin says:

      @ Michael:

      Zwischen sollen und tun liegen leider Welten, die im schlimmsten Fall zu deinem Nachteil führen können. Daher lieber mit etwas Vorsicht an die Sache herangehen.

  10. flstudio says:

    Richtig, hatte da anfangs auch Angst und bin deswegen auch sehr vorsichtig. Ich melde mich nur an wenn ich Hundert Pro sicher bin das nur eine Vorschau angezeigt wird.

  11. Jupp says:

    Das stimmt. Ich hatte schon mal grosse Probleme wegen DC bei unserem Blog auf http://teampaket.de

  12. Heinrich says:

    Ich denke das Google sehr wohl einen unterschied zwischen Original und RSS machen kann und auch macht!
    Beim “duplicate content” rankt Google auch das erste erschienene als Original und die Duplikate weiter hinten…

    Du darfst auch nicht vermischen zwischen “duplicate content” auf verschiedenen Seiten und “DC” auf der eigenen Seite!

  13. Sandra says:

    Seltsam, dass ich darauf nicht gekommen bin, dabei liegt es doch auf der Hand – die Sache mit dem RSS und dem DC.
    In dem RSS meiner Website werden nur die WP-eigenen “excerpts” ausgegeben – wird das von google auch als DC gewertet? Sollten also die RSS quasi gekürzte “excerpts” sein oder wäre das schon wieder übertrieben?

    • admin says:

      Hallo Sandra,

      ob es von google als DC gewertet wird kann dir wohl außer der großten Tante G. niemand genau sagen. Ob du es nun dabei belässt oder änderst ist deine Sache. Man kann in vielen Dingen rund um die Suchmaschinenoptimierung nur Vermutungen anstellen.

  14. Manuel says:

    Ich verstehe nicht ganz, warum es als DC gewertet wird. Der Content existiert doch schließlich nur ein einziges mal und auch bei Google sollten sie wissen, was ein RSS-Feed ist… Könnte mich da jemand aufklären?

  15. Hans says:

    Ich halte auch nichts davon den Feed in voller Länge anzugeben. Zwar kann ja jeder die Artikel aus der Website kopieren – aber das wäre ja sachon kriminell. Zwar beschweren sich Leute, dass man nur ne geküzte Version hat, weil die lieber im Feedreader lesen – aber das ist ja nicht in meinem Interesse. Wenn ich mir schon die Mühe mache Artikel zu schreiben können die bitte auch auf meine Seite gehen, das ist doch eine Sache des Anstandes. Man kann den Feed übrigens auch verkürzen in WordPress verkürzen. Das ist vorallem zu empfehlen, wenn man eher kleine Artikel / News schreibt.

    • admin says:

      Hallo Hans,

      muss dir zustimmen, allein aus Gründen des Anstands sollten die Leute lieber die Website oder den Blog des tatsächlichen Authors besuchen und diesen für seine Mühe belohnen. Wenn der Artikel gut ist und eine Meinung dazu existiert, freut sich auch jeder Author über einen sinnvollen Kommentar auf seiner Website. Wenn der Kommentar dann auch noch gut geschrieben ist, gibt es vielleicht sogar einen “dofollow” als kleine Gegenleistung. ;-)

  16. Fred says:

    Feeds von Anderen auf der eigenen Seite einbinden ergibt natürlich doppelten Kontent. Dies wird aber von Google nicht abgestraft. So was fällt unter Syndizieren. RSS=Real Simple Syndication. Und ohne Syndication ergeben die Feeds ja keinen Sinn.

    Ausserdem kann eine Mischung aus verschiedenen Feeds doch eine Art einzigartigen Inhalt ergeben. Stichwort: Content Curation. Google News besteht übrigens auch nur aus dem Kontent anderer Newssites und wenn Google dagegen wäre müssten Sie ja auch Google News abstrafen.

  17. HG says:

    Das Lesen von Websites im Feedreader hat schon seine Berechtigung. Man sieht sofort, wenn seine Lieblinksseiten etwas Neues geschrieben haben. Dann kann man das bequem anklicken und lesen. Allerdings ist natürlich klar, dass diese Art “Besuche” für Websitebetreiber wirklich ärgerlich sind.
    Wenn man das aber geschickt macht, hat man qualifizierten Traffic auf seiner Seite. Die User lesen nur wenn sie wirklich das auch lesen wollen, weil sie ja den Teaser gelesen haben. d.h sie bleiben länger auf der Website als User die zufällig herein schneien und somit bekommt der Blog ein positives SEO-Signal;-)

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